Schlüsselqualifikationen

 

Schlüsselqualifikationen

 

Wenn man bedenkt, wie viel Zeit und Mühe in die Vermittlung von Fachwissen, also Fachkompetenz, gesteckt wird und wie viel mehr andere Fähigkeiten im Leben und im Beruf nötig sind, dann fällt sofort auf, dass die jetzige Situation im Bildungssystem nicht akzeptabel ist.

Gerade die, auch Soft Skills genannten, Schlüsselqualifikationen sind letzten Endes entscheidend für ein erfolgreiches und glückliches Leben. Sie tauchen nicht oder nur unzureichend auf Schulzeugnissen auf, was kein Zufall ist, denn sie werden nicht umfassend und gezielt in den Schulen gefördert. Den meisten Schülern und Lehrern, aber auch den Eltern, sind sie nicht in ihrer Bedeutung bewusst, wenn es nicht gerade um eine Kopfnotendiskussion geht. Der unsinnige und untaugliche Versuch, Schlüsselqualifikationen in stark verkürzter Form in Ziffernnoten auf die Zeugnisse zu bringen, gehört zu dem unrühmlichen Kapitel, dass richtige Grundgedanken mit falschen Mitteln in unserem Bildungssystem angegangen werden.

Schüler, Eltern und Lehrer sollten sich einmal fragen, welche der vielfältigen Fähigkeiten, die in der Übersicht von Wikipedia nachfolgend aufgelistet werden, in der Schule mit welchem Engagement und in welchem Zusammenhang systematisch und nicht nur nebenbei und zufällig gefördert werden. Und sie sollten sich fragen, wie sie jeweils bei ihnen selbst entwickelt wurden und sind.   

Wir brauchen eine Pädagogik, die die Entwicklung dieser Qualifikationen als Schwerpunkt betrachtet, und eine Struktur, die diese Pädagogik möglich macht!

"Schlüsselqualifikationen sollen und können das Fachwissen nicht ersetzen, sondern in Anbetracht der sich ständig wandelnden Anforderungen im Berufsleben erschließen helfen. Sie sind daher zunächst inhaltsneutral und finden Anwendung im tätigen Berufsleben und in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Schlüsselqualifikationen lassen sich als Fähigkeiten (in einer möglichen Kategorisierung) in fünf Kompetenzbereiche einordnen:

 

Sozialkompetenz

Methodenkompetenz

Selbstkompetenz

Handlungskompetenz

Medienkompetenz

 

Bedingt durch den immer größeren Einzug der digitalen Medien in die Gesellschaft müssen die Schlüsselqualifikationen um die Medienkompetenz erweitert werden. Dieses ist sowohl die Forderung der ständigen Kultusministerkonferenz auch als der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK).

 

Die einzelnen Bestandteile von Schlüsselqualifikationen lassen sich wie folgt definieren:

 

Sozialkompetenz

Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die dazu befähigen, in den Beziehungen zu Menschen situationsadäquat zu handeln

 

Methodenkompetenz 

Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die es ermöglichen, Aufgaben und Probleme zu bewältigen, indem sie die Auswahl, Planung und Umsetzung sinnvoller Lösungsstrategien ermöglichen

 

Individualkompetenz/Selbstkompetenz/Personenkompetenz/Humankompetenz 

Fähigkeiten und Einstellungen, in denen sich die individuelle Haltung zur Welt und insbesondere zur Arbeit ausdrückt. Persönlichkeitseigenschaften, die nicht nur im Arbeitsprozess Bedeutung haben

 

Handlungskompetenz 

Die Schnittmenge dieser 3 Kompetenzbereiche ist die individuelle Handlungskompetenz einer Person. Kompetenz bedeutet in diesem Zusammenhang die Befähigung eines Menschen, sich situativ angemessen zu verhalten, selbstverantwortlich Probleme zu lösen, bestimmte Leistungen zu erbringen und mit anderen Menschen angemessen umzugehen, auf der Basis eines erfolgreichen Lernprozesses. Kompetenz ist immer individuell und wird durch den Erwerb und auf die eigenen Werte und Ziele bezogene Reflexion einzelner, sich gegenseitig beeinflussender Fähigkeiten erworben.

  • das kognitive Regelsystem, mit dem Handlungen generiert werden können
  • die Disposition zum Erwerb aller Fähigkeiten
  • stabile, universell angelegte und empirisch nicht wahrnehmbare Tiefenstruktur

 

Medienkompetenz 

Bei der Medienkompetenz geht es darum, dass sich Personen in der heutigen Wissensgesellschaft als mündige und reflektierte Bürger einbringen können. Digitale Medien müssen unter der Betrachtung von

  • Nutzung
  • Auswahl
  • Gestaltung
  • Analyse
  • Bewertung

genutzt werden können."

(Zitat: http://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCsselqualifikation)

 

Leider betont die Wirtschaft zu wenig, wie sehr sie Menschen braucht, die gut entwickelte Schlüsselqualifikationen haben. Die Wirtschaft nimmt zu wenig Einfluss darauf, dass sie in unserem Bildungssystem entwickelt werden.

Wenn man sieht, wie sehr immer noch Noten, die vorwiegend über Fachwissensvermittlung und -prüfung entstanden und sicher nicht wirklich gerecht und vergleichbar sind, für den beruflichen Einstieg wichtig sind, dann wird sofort klar, dass das die Unternehmen, die einzelnen Arbeitnehmer und die ganze Gesellschaft nicht weiter bringt!

Fachkompetenz ist wichtig, aber die Kompetenzen, mit ihr umzugehen und sie sinnvoll einzusetzen, sind noch wichtiger, da man sie für die angemessene Anwendung der Fachkompetenz unbedingt braucht.

 

Wenn die Wirtschaft aufhört, überwiegend nach Noten einzustellen, hören die Schüler auf, lediglich für ihre Noten zu lernen statt ihre Kompetenzen zu entwickeln, auf die es wirklich ankommt und die nicht nur ihnen selbst, sondern ebenso der Wirtschaft entscheidenden Nutzen bringen.

 

Es wird höchste Zeit,

dass die Wirtschaft den Eltern und Kindern glaubwürdig vermittelt,

worauf es im Leben und im Berufsleben wirklich ankommt!

 
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